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Empfehlung: Arbeitskreis „Berufsbildung“ | Wilhelmshaven, 16. August 2013, Arbeitskreis 34. Seeschifffahrtstag

Logo SeeschifffahrtstagDas deutsche maritime Qualifikationssystem mit seinen wesentlichen Säulen Schiffsmechaniker-, Fachschul- und Hochschulausbildung hat sich in seiner Vielfältigkeit und Durchlässigkeit bewährt.

Der Seefahrtsberuf bedeutet ein Mehr an Eigenverantwortung in jungen Jahren und ermöglicht eine Vielzahl von Karrieren auf See und an Land. Insbesondere für den Einsatz auf anspruchsvollen Schiffstypen sowie für Verwendungen im schifffahrtsaffinen Arbeitsmarkt, ist auch weiterhin von einem hohen Bedarf an in Deutschland gut ausgebildetem Seefahrtspersonal auszugehen.

  1. Die Reedereien sollen über den unmittelbaren Bedarf an Bord hinaus ausbilden, um sowohl borderfahrenes Personal zur Verfügung zu haben, als auch den Personalbedarf an Befähigungszeugnisinhabern an Land qualifiziert nachzubesetzen. Um die Planungssicherheit zu erhöhen, ist eine übergreifende Personalbedarfsanalyse (See und Land) extern anzufertigen.

  2. Um langfristig das maritime Know-how am Standort Deutschland zu erhalten, bedarf es einer hinreichenden Anzahl an seemännischem Nachwuchs. Aus- und Weiterbildung des Seefahrtspersonals sollte auch in Krisenzeiten seinen hohen Stellenwert behalten - dementsprechend ist antizyklisches Handeln gefordert.

  3. Zu den Maßnahmen, um Nachwuchs zu sichern, zählt auch, dass hinreichende Praxissemesterplätze für Fachhochschulstudierende bereit gestellt werden. Es sollten Wege gefunden werden, auch dieses Ausbildungselement zu fördern. Einen Ansatz hierfür könnte die Stiftung Schifffahrtsstandort Deutschland bieten.

  4. Personalmarketingaktivitäten, um zukünftige Seeleute zu gewinnen, stellen mittlerweile auch mögliche Karriereverläufe nach der aktiven Seefahrtzeit heraus. Die Option einer klassischen Bordkarriere darf dabei nicht außer Acht gelassen werden.

  5. Der Dialog im maritimen Bündnis sollte, auch zwischen den maritimen Konferenzen, kontinuierlich geführt, intensiviert und transparenter gestaltet werden.

Wilhelmshaven, 16. August 2013