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34. Deutscher Seeschifffahrtstag richtet konkrete Forderungen für einen sicheren Kurs in der Schifffahrt an die Politik | Wilhelmshaven, 16. August 2013, Pressemeldung

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Bessere Zusammenarbeit, nachhaltige Zukunftsorientierung und verlässliche politische Entscheidungen

Wilhelmshaven, 16. August 2013 - Nach drei spannenden Tagen mit hochkarätigen Referenten, einem engagierten seeschifffahrts- und hafenwirtschaftaffinen Teilnehmerkreis und zahlreichen durch teilweise höchste Politprominenz begleitete Empfänge und Festakten geht heute der 34. Deutsche Seeschifffahrtstag im Columbia Hotel in Wilhelmshaven zu Ende.

„Vor einem ausgesprochen interessierten Publikum wurde lösungsorientiert und auch kontrovers diskutiert“, so das Fazit des Ausrichters Vorsitzenden des Nautischen Vereins Wilhelmshaven-Jade e.V. Konteradmiral Gottfried Hoch.

Joachim Gauck Erf&oouml;ffnungsrede
Bundespräsident Joachim Gauck hält die Eröffnungsrede zum 34. Seeschifffahrtstag in Wilhelmshaven

Ein sicherer Kurs in der Seefahrt, so wurde in der Abschlusspressekonferenz deutlich, bedeute dabei nicht nur Safety - also Sicherheit vor Überfällen und anderen Gefahren, sondern auch die Sicherheit einer Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftszweiges Seeschifffahrt unter der Berücksichtigung aller technologischen und ökonomischen Bedingungen. Das gelingt nur, wenn für den Bereichen der Verkehrsströmeentwicklung kontinuierlich der Dialog von Wirtschaft und Politik gesucht wird. In der Ausbildung von qualifiziertem Personal am Standort Deutschland und seinen guten Rahmenbedingungen gilt: „Ausbildung muss in der Krise Chefsache sein“.

Salut
Der Kommandant der Fregatte Bremen, Fregattenkapitän Schlobinski, während der Flaggenparade

In allen drei Facharbeitskreisen, die sich mit den Problemfeldern Aus- und Berufsbildung in der Seeschifffahrt bzw. in der Marine und der Entwicklung der Verkehrsströme unter strukturellen Aspekten beschäftigten, wurden abschließend konkrete Forderungen an die Politik formuliert. Diese Forderungen werden im Anschluss an den Seeschifffahrtstag durch den Deutschen Nautischen Verein - zu dessen Mitgliedern auch das Bundesverkehrsministerium zählt - direkt in die entsprechenden politischen Gremien gegeben.

Diese lauten im Bereich „Ausbildung in der Seeschifffahrt“:

  • Ausbildung über den unmittelbaren Bedarf hinaus zur Sicherung eines qualifizierten Personalbedarfs bei paralleler Anfertigung einer Personalbedarfsanalyse
  • antizyklisches Handeln, um langfristig das maritime Know-how am Standort Deutschland zu erhalten
  • die Unterstützung einer praxisorientieren Ausbildung an Fachhochschulen gegebenenfalls mit Hilfe der Stiftung Schifffahrtsstandort Deutschland
  • Personalmarketingaktivitäten
  • Kontinuierlicher Dialog im maritimen Bündnis
> Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Im Bereich „Entwicklung der Verkehrsströme unter strukturellen Aspekten“

  • Ein klares Bekenntnis der Politik zur maritimen Wirtschaft und zu den deutschen Seehäfen über Länderinteressen hinweg
  • verlässliche politische Entscheidungen
  • Umsetzung der Energiewende unter Einbeziehung der maritimen Wirtschaft
  • Bundespolitische Verantwortung für die finanziellen Risiken von Reedereien, Werften und Häfen.
  • Bessere Hinterlandanbindung der Seehäfen, Ausbau von Trassenkapazitäten
  • Integrative Verzahnung aller Partner in den logistischen Ketten
  • Entwicklung eines Informations-Management-Systeme („atmende Supply-Chain“)
  • Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft weiter zu forcieren.
> Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Im Arbeitskreis 3 „Deutsche Marine Ausbildung und Qualifizierungsmöglichkeiten“

  • Technologiegestützte Ausbildung
  • Qualitätsmanagement der Ausbildung
  • Crew Resource Management
> Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.